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Analytik
Spezialuntersuchungen
Bei den Spezialuntersuchungen wird das Messprogramm aufgrund der Problemstellung individuell zusammengestellt:

Umfassende Trinkwasseruntersuchung

Eine solche Untersuchung enthält im Minimum die Messungen gemäss dem erweiterten Routine Untersuchungsprogramm nach W1. Je nach Problemstellung werden diese ergänzt mit Messungen für spezifische Abklärungen. Das Kompetenznetzwerk aquaeXpert bietet diesbezügliche Beratung an.

Spezielle mikrobiologische Untersuchung

In den Labors können auch spezielle Mikroorganismen und Bakterien untersucht werden wie
  • Legionellen
  • Pseudomonas aeroginosa
  • Sulfitreduzierende Clostridien (oder sulfitreduzierende sporenbildende Anaerobier )
  • Clostridium perfringens
  • E. coli (verotoxinbildende E. coli, VTEC)
  • Campylobacter
  • Salmonella typhi
Diese speziellen mikrobiologischen Untersuchungen erlauben Aussagen zur Qualität speziell behandelter Wässer (erwärmt, abgefüllt, aufbereitet) sowie die Gefährlichkeit einer Verunreinigung mit E.coli (VTEC). Die zu untersuchende Auswahl der Stoffe und Stoffgruppen ist je nach Fragestellung im Vorfeld zu klären. Das Kompetenznetzwerk aquaeXpert bietet diesbezügliche Beratung an.

Biologische Untersuchungen

In den Labors werden auch viele biologische Parameter zur Problemlösung oder zur Routineüberwachung im Rohwasser gemessen
  • Zooplankton(1)
  • Phytoplankton (2)
  • Invertebraten (3)
  • Pilze
  • Parasiten (Gardia, Kryptosporidien)
Diese Untersuchungen erlauben eine Aussage über die Qualität des Oberfächenwassers (Rohwasser, Seewasser). Damit lassen sich Auswirkungen auf die Aufbereitungsprozesse besser beurteilen. Die zu untersuchende Auswahl der biologischen Parametern ist je nach Fragestellung im Vorfeld zu klären. Das Kompetenznetzwerk aquaeXpert bietet diesbezügliche Beratung an.

(1) Plankton ist die Bezeichnung für die frei im Wasser treibenden und schwebenden Organismen. Zooplankton sind alle planktischen Organismen, die keine Photosynthese betreiben, sondern sich von anderen Organismen ernähren.

(2) Phytoplankton (Algen) ist die Bezeichnung für die frei im Wasser treibenden und schwebenden Organismen, die sich photosynthetisch mit Nährstoffen (C, P, N) aus dem Wasser ernähren.

(3) Als Wirbellose (Invertebrata) bezeichnet man alle Tiere ohne eine Wirbelsäule (z.B. Würmer, Weichtiere, Quallen, etc.)

Nebenprodukte

Bei der Trinkwasserbehandlung können je nach Verfahren verschiedene Nebenprodukte entstehen. Für die Prozesskontrolle von Aufbereitungsanlagen und beim Einsatz von Desinfektionsmitteln (Ozon, Chlor und Chlordioxid) sind die Kontrolle und damit Messungen der Nebenprodukte notwendig.
  • Halogenierte Kohlenwasserstoffe, oder Trihalomethane (THM)
  • Chlorit und Chlorat
  • Bromat, leicht abbaubare Stoffe wie Aldehyde, Ketone
Diese Untersuchungen erlaubt Aussagen, inwiefern sich die Qualität des Trinkwassers aufgrund einer Aufbereitung verändert und die gesetzlich vorgegebenen Toleranz- und Grenzwerte eingehalten werden.

Spurenstoffe

Zur Beurteilung des Rohwassers oder zur Prüfung der Effizienz von Aufbereitungsverfahren ist die Messung von Spurenstoffen wichtig. Auch bezüglich Spurenstoffe im Trinkwasser sind selbstverständlich die gesetzlich vorgegebenen Grenzwert einzuhalten (siehe Fremd- und Inhaltsstoffverordnung). Die Wahl der richtigen Parameter ist wesentlich. In den Labors können die allermeisten Gruppen von Spurenstoffen untersucht werden. Die zu untersuchende Auswahl der Stoffe und Stoffgruppen ist je nach Fragestellung im Vorfeld zu klären. Das Kompetenznetzwerk aquaexpert bietet diesbezügliche Beratung an.

Zu untersuchende Stoffgruppen:
  • Pflanzenbehandlungsmittel (auch Glyphosat und AMPA)
  • Antiklopfmittel des Benzin (MTBE, ETBE)
  • Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (FHKW)
  • Flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC, BTEX)
  • Polycyclische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • Organische Komplexbildner
  • Arzneimittel (Pharmaka)
  • Röntgenkontrastmittel (RKM)
  • Endokrine Stoffe oder hormonähnliche Stoffe
  • Explosivstoffe
  • Benzotriazole (Korrosionsschutzmittel)Microcystine
  • Perfluorierte Tenside (PFT,  PFOA,  PFOS)
Trinkwasser ist grundsätzlich frei von Spurenstoffen. Diese Untersuchung erlaubt Aussagen, wie ein Trinkwasser durch allfällige Spurenstoffe beeinträchtigt sein könnte. Die Auswahl der zu untersuchenden Stoffe ist im Einzelfall aufgrund der situativen Problematik festzulegen.

Schwermetalle

Neben zahlereichen Metallen werden in den Wasserlabors auch Schwermetalle gemessen. Metalle wie Eisen- und Aluminiumverbindungen werden als Zusatzstoffe in der Trinkwasseraufbereitung verwendet:
  • Metalle: wie Aluminium, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer etc.
  • Schwermetalle: wie Blei Cadmium, Chrom, Quecksilber, Arsen, Selen
Diese Untersuchungen ergeben Aufschluss über eine Kontamination des Wassers mit Metallen. Einerseits können Metalle im Wasser (Eisen und Mangan) zu Verfärbungen beim Wäschewaschen führen. Andererseits kann überprüft werden, ob die gesetzlich vorgegebenen Toleranz- und Grenzwerte von Metallen eingehalten werden.
Auch können allfällige Kontaminationen aus Armaturen oder Hausinstallationen bestimmt werden.
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